Über mich
Johann Weichbrodt
Organisationspsychologe
Dr. sc. ETH Zürich

Über 12 Jahre angewandte Forschung zu Führung und Entwicklung in der flexiblen und agilen Arbeitswelt.
Über 14 Jahre Erfahrung in der Hochschullehre, mit Fokus auf Führung & Selbstentwicklung.
Studium der Psychologie (Universität Göttingen, Deutschland) und Doktorat in Organisationspsychologie (ETH Zürich).
Vierjährige Ausbildung im Integralen Gestalt-Ansatz für Beratung, Therapie & Coaching bei Dr. Reinhard Fuhr & Dr. Martina Gremmler-Fuhr.
Zertifikate: Leadership Circle Profile Practictioner, Immunity-to-Change Facilitator.
Zu Hause in Zürich. Vater zweier Kinder.
Mein Beratungsansatz
Transformation ist in der Natur überall zu finden – als lebendiges Wachstum, Entwicklung und Evolution. Wir Menschen und unsere sozialen Systeme können uns auf die gleiche Art entwickeln.
Mein Ansatz fusst auf Entwicklungstheorien für Individuen sowie für Systeme bzw. Organisationen (u.a. Kegan, Wilber, Fuhr & Gremmler-Fuhr, Glasl, Willms) und geht von einem bestimmten Verständnis von Entwicklung aus: stufenbasiert, transformativ und integral.

Stufenbasiert
Entwicklung ist kein permanent gradueller, linearer Verlauf, sondern in einem fortwährenden Prozess stellen sich immer wieder neue „Plateaus“ ein. Ein Entwicklungsplateau können wir auch als Stufe beschreiben, auf der sich bestimmte Muster eingespielt haben, weil sie sich als erfolgreich herausgestellt haben.
Diese Muster können wir dann weiter ausdifferenzieren, optimieren und erweitern, dann sprechen wir von translativer oder horizontaler Entwicklung. Aber irgendwann passen die zugrunde liegenden Muster vielleicht nicht mehr, weil sich die Welt drumherum schon wieder verändert hat.

Transformativ
Dann müssen wir uns, um uns weiterzuentwickeln, transformativ (vertikal) verändern. Eine Transformation ist immer unsicherheitsbehaftet: wir können noch nicht genau wissen, wie die nächste Stufe genau aussieht, bevor wir sie erreicht haben. Ein Transformationsprozess bedeutet, sich von unpassenden Mustern zu verabschieden und eine grundlegend neue Sichtweise, ein neues Grundmuster entstehen zu lassen.
Wir müssen aber nicht alles Alte über Bord werfen: Transformation ist nicht das gleiche wie Disruption, sondern bedeutet immer auch, das Erreichte wertzuschätzen und das Erhaltenswerte in das Neue zu integrieren.

Integral
In diesem Sinne bedeutet Integral, dass alle Entwicklungsstufen ihren Wert haben und geschätzt werden sollen. Entwicklung ist höchst individuell: Was für die eine Person oder Organisation bereits veraltet ist, ist für die andere eine radikale Neuheit. Entwicklung brauchen wir aber alle und die grundlegenden Entwicklungsstufen können dabei nicht übersprungen werden.
Integral bedeutet zudem, sowohl Individuum und System als auch subjektive Innensicht und objektive Aussensicht gleichermassen multiperspektivisch im Blick zu halten.
Wissenschaftliche Publikationen (Auswahl):
FlexWork Trendstudie zur Entwicklung mobiler Arbeit in der Schweiz
Soltermann, A., & Weichbrodt, J. (2025). FlexWork Trendstudie. New Work und mobiles Arbeiten in der Schweiz 2024. Olten: Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW. https://doi.org/10.26041/fhnw-11786
Agilität und Macht in einer Langzeit-Transformation
Berli, S., Weichbrodt, J., & Welge, K. (2023). Mythos „machtlose“ Agilität: Was passiert mit der Macht in einer agilen Transformation? In O. Geramanis, S. Hutmacher, & L. Walser (Hrsg.), Organisationale Machtbeziehungen im Wandel: Führung zwischen Zustimmung und Zwang (S. 355–369). Springer Fachmedien. https://doi.org/10.1007/978-3-658-42092-5_22
Führung in agilen Softwareentwicklungs-Teams
Weichbrodt, J., Kropp, M., Biddle, R., Gregory, P., Anslow, C., Bühler, U. M., Mateescu, M., & Meier, A. (2022). Understanding Leadership in Agile Software Development Teams: Who and How? In V. Stray, K.-J. Stol, M. Paasivaara, & P. Kruchten (Hrsg.), Agile Processes in Software Engineering and Extreme Programming (S. 99–113). Springer International Publishing. https://doi.org/10.1007/978-3-031-08169-9_7
Gestaltung mobil-flexibler Arbeit
Weichbrodt, J., & Schulze, H. (2020). Gestaltung mobil-flexibler Arbeit. In M. Zölch, M. Oertig, & V. Calabrò (Hrsg.), Flexible Workforce—Fit für die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt? (2. Auflage, S. 157–182). Bern: Haupt Verlag.
Persönliches Wachstum in der Arbeitswelt und der Bezug zum kollektivem Lernen
Weichbrodt, J., & Willms, J. (2023). Personal Growth at Work: A case study on the interconnection of individual and collective learning. Presentation at the European Society for Research in Adult Development (ESRAD) 2023 Conference, Greenwich, London, UK.
Feedback als Erfolgsfaktor für Selbstorganisation
Bühler, U. M., & Weichbrodt, J. (2022, Juli 8). Feedback as a success factor for self-managing organizations. Paper presented at the 38th EGOS Colloquium, Vienna.
https://doi.org/10.26041/fhnw-8044
Homeoffice als Pandemie-Massnahme
Weichbrodt, J., & Schulze, H. (2021). Homeoffice als Pandemie-Maßnahme—Herausforderungen und Chancen. In C. Benoy (Hrsg.), COVID-19: Ein Virus nimmt Einfluss auf unsere Psyche. Einschätzungen und Maßnahmen aus psychologischer Perspektive (2. Auflage, S. 165–173). Stuttgart: Kohlhammer.
Führungsentwicklung für neue Arbeitsformen
Willms, J., & Weichbrodt, J. (2020). Mobiler, flexibler, selbstorganisierter – Führungstransformation als Voraussetzung für erfolgreichen Wandel. In O. Geramanis & S. Hutmacher (Hrsg.), Der Mensch in der Selbst-Organisation (S. 161–175). Springer Fachmedien. https://doi.org/10.1007/978-3-658-27048-3_10
Medienauftritte (Auswahl):
Tamedia-Zeitungen, 20.02.2024
Interview zu Homeoffice & Arbeitszeitgesetz
srf 10vor10, 30.06.2022
Expertenbeitrag und Live-Auftritt zur Viertagewoche
watson, 19.09.2024
Zitate für einen Artikel zu Homeoffice / amazon
heise.de 01.06.2022
Interview zu Homeoffice und Karrierenachteilen
